Ausbildung Intensivkurs Trauerrede (2x 6 Tage)
Das Kursangebot vermittelt die Theorie und Praxis der Trauerrede, übt in ihre kritische Reflexion ein und orientiert über Strategien zur Existenzgründung. Neueinsteiger erhalten im Intensivkurs Rüstzeug, um die Aufgabe als Trauerredner kompetent und einfühlsam wahrzunehmen. Praktizierende Trauerredner vervollkommnen ihre Praxis durch Erfahrungsaustausch, vertiefen durch Supervision ihre Selbstwahrnehmung und die Fähigkeit, Trauernde bewusster wahrzunehmen und ihnen durch neue kommunikativ-therapeutische Fähigkeiten ein kompetenter Begleiter zu sein.
Ziel des Kurses ist es, die Trauerrede wie die Trauerfeier als sprachliches, individuelles und mitmenschliches Zeugnis bewusst und gegenwartsnah zu gestalten.
Schwerpunkte:
· Theorie der Trauerrede
· Rede und Rhetorik
· Trauerprozess und Trauerrede
· Bestattungsgespräch als Kommunikationsgeschehen
· Der einzelne Trauerfall, Motive und Deutungen
· Trauerrede und die Beerdigung von Kindern und Jungendlichen
· Trauerrede bei Suizid
· Existenzgründung und Marketingkonzept
· Gestaltung von Visitenkarte und Flyer
· DVD als Präsentation zum Vorstellungsgespräch im Bestattungsinstitut
· Gebundene Kursmaterialien zu jedem Wochenkurs (Themenschwerpunkte, Literaturhinweise, Internetadressen, Musterablauf einer Trauerfeier, Begrüßung, Worte am Grab Textbausteine, Rituale bei Bestattungen, Bestattungsarten, Gedichte, Musikauswahl)
· Praxis der Trauerrede
· Das Bestattungsgespräch mit Übungen
· Einführung in die klientenzentrierte Gesprächstherapie
· Tiefenpsychologische Persönlichkeitsstruktur
· Stimm- und Atemtherapie
· Vortrag einer Rede in Kapelle oder Trauerhalle
· DVD – Aufnahmen zur unterschiedlichen Fallanalysen (Übungen)
Abschluss: Fachkundenachweis „Intensivkurs Trauerredner“ durch das Zentrum für Trauerbegleitung und Lebenshilfe e.V., staatlich anerkannte Weiterbildungseinrichtung für Palliativ- und Hospizpflege
Teilnehmer: Die Ausbildung erfolgt in Kleingruppen bis max. 8 Teilnehmer.
Leitung der Seminare:
Dr. Dittmar Rostig; Integrativer Sozio-, Trauer- und Traumatherapeut, ordentliches Mitglied im Bundesverband Trauerbegleitung (BVT) e.V., eigene psychotherapeutische Praxis für Trauer- und Traumatherapie, Dresden, zugelassen n.d. HPG seit 01.01.1998
Frau Kerstin Klesse, Atem- und Stimmtherapeutin in eigener Praxis und Seminartätigkeit
Termine:
1. Wochenkurs: 04.05.-09-05.2026
2. Wochenkurs: 1.06.-06.06.2026
Tagungsort:
Familienferienstätte „Martin-Luther-King-Haus“, Lutherplatz 24, 01744 Schmiedeberg (30 km von Dresden entfernt)
Kosten: 1.730,00 €
Fälligkeiten: 690,00 € vor Beginn des 1. Wochenkurses 690,00 € vor Beginn des 2. Wochenkurses zzgl. Anmeldegebühr 175,00 € zzgl. Prüfungs- und Zertifizierungskosten 175,00 € zzgl. Tagungskosten Vollpension im Einzelzimmer 74,90 €/pro Tag
Anmeldung:
Schriftliche Anmeldung oder per Internetanmeldeformular an: Zentrum für Trauerbegleitung und Lebenshilfe e.V. Gitterseestraße 24, 01187 Dresden
Telefon: +49 351 -470 80 75
E-Mail: info@ztl-trauerbegleitung.de
Anmeldeschluss: 07.04.2026
Weitere Informationen:
Erwartungen und Ziele – Kleines Feedback am Ende eines Kurses
Was löse ich mit meinen Worten in den Angehörigen aus? Wie weit kann ich gehen, was sagen, was nicht? Erfasse ich das Wesen des Verstorbenen in all seinen Facetten, seiner Individualität? Wie bewusst bin ich mir, Wertvorstellungen, Trauer der Angehörigen nicht mit eigenen Wertvorstellungen und eigener Trauer zu überlagern, gar übergriffig zu sein? Gelingt es mir, den Verstorbenen und die Angehörigen liebevoll an- und aufzunehmen? Bin ich mir der Einzigartigkeit des Verstorbenen und seiner Angehörigen bewusst und wie kann ich ihnen, in ersten kleinen Schritten Trost und Kraft auf ihrem Weg der Trauer geben? Diese Fragen und Impulse habe ich aus dem Seminar für meinen Weg mitnehmen dürfen. Mit viel Dankbarkeit im Herzen und einem guten Gefühl, künftig als Trauerrednerin wirken zu können, habe ich den Heimweg angetreten.
Ich habe durch unser achtköpfiges Kurs-Team, das sich zutiefst schätzen gelernt hat, Vertrauen in mein Können gefunden. Ich habe erfahren, dass das, was ich ohnehin intuitiv liebend gern mache – mit Worten Bilder zu malen – beruflich Bestandteil meines Lebens sein kann. Deshalb kann ich heute, nach Abschluss meines Kurses, sagen: Ich gebe dem Tod liebevoll einen Platz in meinem Leben. Ich schaue hin und höre zu. Ich schlage eine Brücke zwischen denen, die gegangen sind und denen, die leben.



