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    Weißes Papierboot schwimmt auf ruhigem Wasser

Der Bundesverband Trauerbegleitung e.V. steht für Qualität in der Trauerbegleitung.

Der Bundesverband Trauerbegleitung e. V. ist ein Fachverband für Trauerbegleitung und versteht sich als Interessenvertretung für trauernde Menschen und Trauerbegleitende. Zusätzlich möchten wir den Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis voranbringen und die überregionale Vernetzung von Fachpersonen fördern.

Die Zeiten, in denen Trauerbegleitung selbstverständlich im familiären Umfeld oder innerhalb einer kirchlichen Gemeinde stattfand, sind weitgehend vorbei. Gesellschaftliche Entwicklungen haben dazu geführt, dass viele Menschen nach einem Todesfall wenig Halt erfahren oder sich sogar völlig allein gelassen fühlen. Umso drängender ist heute die Frage, wo trauernde Menschen Orte finden, an denen sie trauern dürfen – und wo sie Menschen begegnen, die sie auf ihrem individuellen Weg durch die Trauer achtsam begleiten.

Trauer braucht Öffentlichkeit. Sie braucht eine gesellschaftlich wirksame Anwaltschaft, die die oft verdeckten Bedürfnisse, Herausforderungen und Nöte von Trauernden sichtbar macht. Ziel ist eine stärkere Sensibilisierung, damit trauernde Menschen nicht allein bleiben und sich verstanden fühlen. Der Bedarf an professioneller Trauerbegleitung wächst kontinuierlich. Besonders im Bereich der Kindertrauer ist eine steigende Akzeptanz entsprechender Angebote zu beobachten. Gleichzeitig finden auch Erwachsene zunehmend den Mut, nach dem Tod oder Verlust nahestehender Personen professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Ein unterstützender und respektvoller Umgang mit Trauer und trauernden Mitmenschen ist erlernbar. Die dafür notwendige Haltung und Sensibilität können und sollten früh entwickelt werden.

Der Bundesverband Trauerbegleitung sichtet, reflektiert und integriert aktuelle Erkenntnisse aus der Trauer- und Lernforschung und setzt sich mit fachpolitischen sowie gesellschaftlichen Entwicklungen auseinander. Für seine Mitglieder organisiert er regelmäßige Fachtreffen zur Weiterentwicklung und Reflexion von Fortbildungskonzepten und hat themenspezifische Arbeitskreise eingerichtet. Über das unmittelbare Arbeitsfeld der Trauerbegleitung hinaus bringt sich der Verband aktiv in öffentliche Diskurse ein.

Der BVT ist ein Fachverband für Menschen, die Trauernde begleiten und andere für die Trauerbegleitung qualifizieren. Ihm gehören lehrende Fachkräfte an, die qualifizierte Fort- und Weiterbildungen anbieten und durchführen – für Menschen, die beruflich, ehrenamtlich oder im persönlichen Umfeld mit Trauernden zu tun haben. Die Mitglieder sind unter anderem in der Erwachsenenbildung, Weiterbildung, Supervision und individuellen Trauerbegleitung tätig.

Der Bundesverband Trauerbegleitung setzt sich dafür ein, die fachliche Qualität der Trauerbegleitung sowie der Qualifizierung kontinuierlich zu fördern, weiterzuentwickeln und zu sichern. Zu diesem Zweck entwickelt der Verband Standards, überprüft und aktualisiert sie regelmäßig, setzt sie um und veröffentlicht sie. Diese Standards und die dazugehörigen Verfahren der Qualitätssicherung bilden die Grundlage für die hohe Qualität der Angebote seiner Mitglieder.

Hohe Qualitätsmaßstäbe, die fachliche Kompetenz jedes einzelnen Mitglieds sowie eine klare ethische Haltung geben der Arbeit des BVT einen verlässlichen Rahmen.

Die Verbandsgründung resultiert aus der langjährigen Kooperation der mehr als dreißig Gründungsmitglieder, die bereits seit 2002 in regelmäßigen Fachkonferenzen als „Bundesarbeitsgemeinschaft Qualifizierung zur Trauerbegleitung“ (BAG) ihre Arbeit in der Befähigung von Trauerbegleitern gegenseitig begutachtet und gemeinsam weiterentwickelt haben. Auf deren 2008 verabschiedete und veröffentlichte Qualitätsstandards, z. B. für eine „Basisqualifizierung“ zur Unterstützung trauernder Menschen, beziehen sich heute landesweit auch Nichtmitglieder und Bildungsträger in ihren Lehrplänen.

Wir arbeiten weiter an Qualitätskriterien für spezifische Weiterbildungen für Ärzte, Seelsorger oder Psychotherapeuten und wir werden uns neben den pädagogischen und berufspolitischen Aufgaben als Fachverband auch in die Diskussion gesellschaftlicher, sozialer und ethischer Fragen zum Themenfeld Trauer und Trauerbegleitung einmischen.

Die Mitglieder des BVT bilden in einem breiten Spektrum von Kursen, Tagungen, Supervision und angeleiteter Praxis jährlich etwa 2000 Interessierte in der menschlichen und professionellen Kunst der Trauerbegleitung fort. Das z. B. in der ca. eineinhalbjährigen berufsbegleitenden Großen Basisqualifikation. Das Erlernte setzen Trauerbegleiter*innen etwa als Hospizkoordinator*innen, Seelsorgenden, Sozialarbeiter*innen, Gesundheits- und Krankenpfleger*innen, in der Altenpflege, als Bestatter*innen oder auch als selbständige Trauerbegleiter*innen um.

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