11/2026-11/2027 Große Basisqualifikation: Systemisch integrative Trauerbegleitung für Kinder, Jugendliche und  Familien

Wann

23. November 2026 - 13. November 2027
Ganztägig

Wo

Bonifatiusweg 1 - 5, Winterberg-Elkeringhausen, 59955
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Veranstaltungstyp

„Wenn der Regenbogen weint“ – Systemische Familientrauerbegleitung

Kursleitung: Walburga Schnock-Störmer und Anna Hupe

Schwerpunkt: Im Fokus stehen besonders  Kinder und Jugendliche in ihren Bezugssystemen wie Familie, KITA, Schule sowie Persönlichkeitsentwicklung

Kosten: 4.525,00 €

Tagungsort: Bildungs- und Exerzitienhaus St. Bonifatius, Winterberg Elkeringhausen

Weitere Informationen: www.annahupe.de/familientrauerbegleiterausbildung

Anmeldung: bei Anna Hupe info@annahupe.de

Link zur Weiterbildung:
www.leuchtturm-schwerte.de/fuer-multiplikatoren.html
und
www.annahupe.de/familientrauerbegleiterausbildung

 

Mehr Informationen zum Kurs:
Wenn eine Familie einen Verlust erleidet, dann ist das wie bei einem Mobile, von dem ein Teil abgerissen wird. Alles gerät in Aufruhr, nichts ist mehr wie vorher, alles ist durcheinander. Die Familien müssen sich neu ausbalancieren, neue Wege des Miteinanders in dieser absoluten Ausnahmesituation finden.

Dafür kann so hilfreich sein, wenn sie nicht allein sind und achtsam Unterstützung erhalten. Wenn da ein DU ist, was Raum und Halt anbietet. Und ermöglicht, das eigene ICH im Trauerweg wiederzufinden.
Kinder, Jugendliche und Familien im Abschieds- und Trauerprozess zu begleiten erfordert eine besondere Sensibilität. Für die Einzigartigkeit eines jeden Menschen, ob groß ob klein… für seine Gefühlswelt, sein inneres Erleben.
Durch unsere lebendige Methodenvielfalt lernen Sie in der Weiterbildung, sich in die Erlebenswelt von Kindern und Jugendlichen einzufühlen, ihnen kreativ und individuell zur Seite zu stehen und mit den Bedürfnissen der Erwachsenen in ein gutes Zusammenspiel zu bringen.

Dabei berücksichtigen wir insbesondere Belastungsfaktoren aus Gesundheit und gesellschaftlichem Wandel im Blick auf die Entwicklungsaufgabe, Verluste gesund ins Leben zu integrieren.

Die Weiterbildung befähigt dazu, Kinder, Jugendliche und Eltern mit fundiertem Wissen und praktischem Handwerkszeug professionell und mit Herz ein Stück auf dem Trauerweg zu begleiten.

Dabei ist uns insbesondere wichtig, durch Selbsterfahrungsinhalte eine achtsame, wertschätzende und Trauma sensible Haltung zu fördern.

 

Inhalte:
· Bewusstmachung des eigenen inneren Kindes als Ressource in der Begleitung und Auseinandersetzung mit eigenen Verlusten
· Grundwissen zu Trauertheorien, Trauerverläufen, Trauerreaktionen sowie systemischer Begleitung
· Grundwissen zu Trauma Entwicklung im System
· Grundwissen zum autonomen Nervensystem: Polyvagaltheorie und Überlebensstrategien (fight, flight, freeze), Möglichkeiten der Regulation, Flexibilität und Stabilisierung
· Grundlagen der Entwicklungspsychologie und Lebensphilosophie (Todeskonzept, Krankheitsverständnis und Entwicklungsaufgaben)
· Grundlagen zur Beratung von Eltern und Pädagogen im Bezugssystem Familie, KITA, Schule
· Erschließen von praktischen kreativen Interventionen zur Begleitung mit ressourcenorientiertem und -aktivierendem Ansatz
· Achtsamer Umgang mit Ritualen, Symbolen, Symbolsprache und spirituellen Bildern
· Lebendiges Lernen zur Prozessgestaltung
· Unterscheidung normale, erschwerte, komplizierte und traumatische Trauer und Befähigung zu angemessenen Interventionen
· Haltungstraining, Selbstfürsorge und Psychohygiene
· Rollenverständnis und Selbstbild als Trauerbegleiter*in mit den eigenen Fähigkeiten und Grenzen
· Begleitung von Familien bei Sterben eines Familienmitglieds und auf dem Trauerweg
· Verschiedene Zugangsformen und Interventionen in der Arbeit mit Familien über Tanz, Embodiment, Musik, Kunst und Gestaltung, Spiel, Naturerlebnisse, Geschichten und Märchen, Phantasiereisen und Kinderpsychodrama, kreatives Schreiben
· Spirituelle Zugänge, Glaubensfragen und Jenseitsvorstellungen im interreligiösen Kontext
· Literaturarbeit (Kinder- und Jugendbücher, Fachliteratur)
· Achtsame Kommunikation und ressourcenstärkende Gesprächsführung mit allen Altersgruppen in schwerer Lebenssituation
· Prozesse begleiten im Einzel- und Gruppensetting: Gestaltung der Erstkontakte, Auftragsklärung, Unterstützung individueller Bewältigungsstrategien
· Erarbeitung und Durchführung einer praxisnahen Präsentation
· Erarbeitung einer schriftlichen Hausarbeit

 

Unser Konzept:
Ressourcenorientiert
In unserem Konzept arbeiten wir ressourcenorientiert und ressourcenfördernd. Eine gute eigene Ressourcenanbindung stärkt die Fähigkeit, mit Krisen so umzugehen, dass sie leichter und heilsamer gemeistert werden können. Die eigenen Ressourcen zu entdecken und zu fördern stärkt die Selbstwirksamkeit, Kreativität und Flexibilität. In den Stürmen des Lebens sind wir so gut verwurzelt.

Integrativ
In unserem Konzept fließt all unser Wissen von Theorien und verschiedenster Methoden ein. Wir bieten einen bunten Teppich aus Elementen der Musik- und Kunsttherapie, Systemischen Familientherapie, Kinderpsychodrama, Spiel- und Erlebnispädagogik sowie Spieltherapie, therapeutisches Zaubern, kreatives Schreiben, Arbeit mit Büchern und anderen Medien, Musik, Tanz und Ritualen.

Trauma sensibel
Das Wissen um Trauma und seine Wirkfaktoren sind für uns unerlässlich in einer qualifizierten Trauerbegleitung. Jeder Verlust kann frühere Verlust- oder auch Bindungstraumata wieder aktualisieren. Solche Erfahrungen beeinflussen, wie wir mit neuerlichem Verlust umgehen. Trauma sensible Haltung erkennt das an und bietet erste Hilfestellungen, den Betroffenen für den Trauerprozess zu stabilisieren.

Fachliche Kompetenz
Fundiertes Wissen über Entwicklungspsychologie, systemische Dynamiken, Trauertheorien und Modelle, Polyvagaltheorie, Achtsamkeit, Gesprächsführung, Krisenintervention, Grundlagen der Psychotraumatologie

Selbstkompetenz
Biographiearbeit, Werte, Umgang mit eigenen Grenzen, Haltungsformung, Selbstfürsorge, eigene Stärken entdecken und ausbauen, Förderung der Selbst- und Co-Regulationsfähigkeit, Körperbewusstsein, Spürgewahrsein

Sozialkompetenz
Achtsamkeit und Präsenz, öffnen und halten von Räumen, in denen Trauer Ausdruck finden kann, konstruktiv wertschätzender Umgang mit konflikthaften Situationen, gewaltfreie Kommunikation, Beziehungsdynamiken erkennen und verstehen, Selbst- und Fremdwahrnehmung, gemeinsames Lernen in der Gruppe

Handlungskompetenz
Erlernen und Erfahren vielfältiger Methoden und Interventionsmöglichkeiten aus unterschiedlichen Disziplinen, Erarbeiten eines großen Werkzeugkoffers für die eigene Arbeit, durch eigenes Ausprobieren Möglichkeiten der Ausweitung der eigenen Flexibilität und Kreativität in der Arbeit.

 

Die Kursleiterinnen:
Anna Hupe
Dipl. Heilpädagogin KaTHo Münster Kunsttherapeutin IAF Freiburg, Systemische Beraterin FFAK, Coach für Friedvolle Elternschaft FREL Akademie, Trauerbegleitung BVT e.V., Natur- und Erlebnis Pädagogin, Kinderpsychodrama IAF, therapeutisches Zaubern, Imaginäre Körperreisen Hypnose Institut Fruth, Somatic Experiencing i.A. ZIST
www.annahupe.de 

Walburga Schnock-Störmer
Dipl. – Religionspädagogin KaTHo Paderborn, Systemische Coach DGSv, Trauerbegleiterin BVT e. V., Gestalttherapie KIKT Köln, Traumaberatung EAH, Heilpädagogische Spieltherapie EAH, Musiktherapie Martina Baumann Zertifizierte Online-Beraterin DGOB, Supervision DGSv i.A. Gründungsmitglied & Qualifizierende BVT e.V. Sprecherin Qualifizierungskommission BVT e. V., Mitglied VEID e.V. Initiatorin & Leitung Leuchtturm e.V. Beratungszentrum für trauernde Familien, Schwerte
www.leuchtturm-schwerte.de