Tagung – Spiritualität als roter Faden im Leben

Jeder wirkt und knüpft sein eigenes Muster

Herzliche Einladung
Spiritualität als roter Faden im Leben – Jeder wirkt und knüpft sein eigenes Muster.
In diesem Jahr ist Spiritualität unser Hauptthema bei unserer vierten Hattinger Tagung zur Trauerarbeit. Durch die Trauerund Hospizbewegung hat Spiritualität wieder an Bedeutung
gewonnen, Spiritual Care ist ein Thema, dem wir auch in unseren Weiterbildungskursen in Hattingen nachgehen. Spiritualität ist als Begriff nicht ganz unproblematisch, denn es
gibt keine allgemein gültige Definition. Gleichzeitig wirkt Spiritualität offen und einladend, nicht von vornherein konfessionell oder kirchlich festgelegt. Der Begriff Spiritualität scheint mehr
einzuladen als auszuschließen, und dies erscheint nötig in einer Welt, in der Menschen einander mit ganz verschiedenen Glaubensperspektiven und -überzeugungen und auch Glaubenstraditionen begegnen. Wir möchten unseren eigenen spirituellen Weg finden und zugleich auch andere Wege akzeptieren, möchten unseren eigenen auch konfessionellen Standpunkt vertreten und dabei gleichzeitig offen sein für uns zunächst fremde Impulse anderer Glaubensrichtungen, wir möchten fachlich in der Trauerarbeit wissen, was Spiritualität ist, um damit praktisch umzugehen in der Begegnung mit den Menschen,
die wir begleiten. Da es viele Wege gibt, wirkt und knüpft jeder sein eigenes Muster. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Annedore Methfessel und Christine Stockstrom

Zielgruppe
für Interessierte und Mitarbeitende in der Trauerarbeit
für Hospizmitarbeiter/innen für Seelsorger/innen für Trauernde, die in ihrer Trauer schon ein Stück weit vorangeschritten sind für Menschen, die am Thema interessiert sind Hauptreferent: Prof. Dr. Traugott Roser hatte die erste Professur für Spiritualität an der medizinischen Fakultät in München inne und hat bereits dort theologisch auf diesem Gebiet geforscht und viel publiziert. Seit 2013 hat er die Professur für Praktische Theologie, Fakultät für Ev. Theologie, an
der Universität in Münster inne. Schwerpunkte sind Seelsorgetheorie und -praxis, Spiritual Care, Religion im Film.

Anmeldung und Kosten
Die Anmeldung ist ab sofort möglich.
Ihre Anmeldung wird in zwei Schritten verbindlich:

1. Bitte melden Sie sich mit beiliegender Antwortkarte an:
Verein für Trauerarbeit Hattingen e.V.
c/o A. Methfessel,
Kirchhofstraße 94,
42327 Wuppertal
Sie können sich auch per E-Mail (am.wtal@arcor.de
oder info@pz-rhein-ruhr.de) oder per Fax (02324 . 42964) anmelden.

2. Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro. Sie ist bitte vorab auf
folgendes Konto zu überweisen:
Trauerarbeit Hattingen e.V., IBAN des Hattinger Kontos:
DE 26 4305 1040 0001 0175 57, Stichwort Tagung
Damit sind Sie angemeldet. Eine gesonderte Benachrichtigung erfolgt nicht.

Veranstaltungsort / Wegbeschreibung
Paul Gerhardt-Haus
Marxstraße 23,
45527 Hattingen-Welper

A 43 Münster-Wuppertal, Abfahrt
Herbede, Wittener Straße Richtung
Hattingen / Blankenstein
An der großen Kreuzung (Aral-Tankstelle) weiter geradeaus. An der darauffolgenden Ampel
weiter geradeaus. An der nächsten Ampel rechts abbiegen in die Marxstraße nach Welper (Tempo 30!). Nach einer Ampelanlage liegt das Paul Gerhardt-Haus auf der rechten Seite.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie die Haltestelle „Im Welperfeld“ mit der Buslinie CE 31 vom Hauptbahnhof Bochum sowie von der S-Bahn-Station Hattingen-Mitte.

Workshops

– Südamerikanische Spiritualität am Beispiel Chiles
Die spanischen Eroberer brachten den katholischen Glauben und ihre Traditionen nach Chile mit. Durch die protestantischen Einwanderer jedoch kamen u.a. methodistische und später pfingstliche Einflüsse ins Land.
Glaube und pfingstliches Erleben gingen eine Symbiose ein. „Me toca el espirito“ (mich berührt der Heilige Geist) ist eine Erfahrung, die nicht nur die pfingstlichen Kreise erfasst.
Leitung: Pastor Ricardo Enrique Seguel Ortiz, Freikirchliche Gemeinde, Köln
Moderation: Sabine Waschik, Trauerbegleiterin (BVT) und Seelsorgerin (DGfP/KSA), Trauerarbeit Hattingen e.V.

– Gott ist ein Künstler
Malerei und Spiritualität sind miteinander verwandt. Beide beinhalten Elemente wie Versenkung, Rituale, Übung, Spiel. Bei beiden kommt es darauf an, ganz bei sich zu sein, um
sich zu öffnen für Einflüsse „von oben“. Gott als sprudelnde, heilsame und inspirierende Quelle zu erleben, erleichtert das Leben in allen Situationen, auch in der Trauer. „Malen können“ ist keine Voraussetzung zur Teilnahme an diesem Workshop. Es kommt auf den kreativen Prozess an und nicht auf das Ergebnis.
Leitung: Anja Sonneborn, Pfarrerin und Künstlerin, Bochum; und Beate Achtelik, Seelsorgerin (DGfP/KSA), Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes Witten-Hattingen e.V., Regionalgruppe Hattingen

– Alles beginnt mit der Sehnsucht … immer
ist im Herzen Raum für mehr (Nelly Sachs) Die Zeit der Trauer ist eine besondere Zeit für jede und jeden, der in und mit ihr lebt und arbeitet. Dabei kann die persönliche Spiritualität der Betroffenen eine wichtige, förderliche Ressource in der Hinwendung zum Lebendigen sein und im Herzen „Raum für mehr“ eröffnen. Aber worin besteht dieses „mehr“? Wie lässt es sich erfahren, äußern, weitergeben? Dieser Workshop entfaltet aus dem Nachdenken über christlliche Spiritualität konkrete Impulse für die persönliche Praxis.
Leitung: Britta Lange-Geck, Dipl. Rel. Päd., M. Th., Seminar für Ev. Theologie und Religionspädagogik, TU Braunschweig Moderation: Karin Klemt, Trauerbegleiterin (TID) und Seelsorgerin (DGfP/KSA) Trauerarbeit Hattingen e.V.

– „Bin geborgen wie im Sturm eine Feder“ – Achtsamkeit als Anker im Alltag In der Begleitung sterbender Menschen werden wir immer wieder mit großem Leid konfrontiert und in manchen Situationen geraten wir innerlich selbst in Not. Können wir uns in diese Momente hinein entspannen, offen und präsent bleiben für das Verletzbare und Unverwundbare? Können wir uns, die anderen und das Leben selbst liebevoll annehmen, Augenblick für Augenblick? Achtsamkeit ist ein Übungsweg; im Workshop wollen wir einige Schritte gemeinsam gehen. Im Workshop wollen wir einige Schritte gemeinsam gehen.
Leitung: Leo Morgentau, E. Ethnologin M.A., Trauerbegleiterin (BVT) & Dozentin für Stressbewältigung durch Achtsamkeit, Selbstfürsorge und Spiritual Care; Bremen

– „Ohrenlichter“ * Märchen machen Musik – Musik macht Märchen. Wie klingen Märchenbilder? Wie der Lebensfaden? Müssen Königstöchter immer Harfe spielen? Wie tönen die Jenseitswesen? Und wie singt ein Kuhfladen? Der Workshop lädt zum Ausprobieren und Improvisieren ein. * Ohrenlichter ist ein Begriff für Märchen, der in ostsibirischen Völkern benutzt wird.
Leitung: Anke Brauckmann, Diplom-Verwaltungswirtin, Ausbildungsleiterin, Märchenerzählerin, Märchenforum Witten und Markus Grau, Musikpädagoge und Konzertgitarrist,  Haan

– „Spiritualität ist gestaltete Aufmerksamkeit“ ( Fulbert Steffensky).
Wir spüren einem biblischen Text nach mit Leib und Seele, lassen ihn in Spiel, Tanz und Gebet Gestalt gewinnen. Mit Elementen aus dem Bibliodrama und aus dem Kreistanz begeben wir uns auf den Weg, Spiritualität körperlich aus zudrücken. Leitung: Karen Bossow, Diakonin, Dipl.-Sozialpädagogin, Lehrbibliodramaleiterin (GfB), Trauerbegleiterin (ITA), Bochum Moderation: Annette Wagner, Diakonin, Pädagogische Leitung des Kinder- und Jugendtrauerzentrums Traurigmutig- stark, Trauerbegleiterin (BVT), Witten  Gott begegnen – ganz persönlich
Wenn wir „Spiritualität“ verstehen als die Art und Weise, wie wir Gott begegnen, dann kann es dazu nicht nur einen einzigen Weg geben. Weil wir alle individuell von Gott geschaffen sind, gibt es vielfältige Wege. Mithilfe praktischer Impulse aus der biblischen Tradition und der Geschichte der Kirche lädt der Workshop ein, die Spiritualität zu entdecken, die zur eigenen Persönlichkeit passt.
Leitung: Rico Otterbach, Pastor der Freien ev. Gemeinde Gelsenkirchen-Horst und Seelsorger (DGfP/KSA) Moderation: Dorothea Matzey-Striewski, Pfarrerin für Krankenhausseelsorge, Velbert

Tagungsprogramm
ab 9.15 Uhr Stehkaffee

10.00 Uhr Musikalischer Beginn:
Jazz am Klavier – Matthias Schneider

10.15 Uhr Begrüßung durch Annedore Methfessel,
Geschäftsführung Trauerarbeit Hattingen e.V.
Grußwort: Bürgermeister Dirk Glaser, Stadt Hattingen

10.30 Uhr Geistliches Grußwort:
Christine Stockstrom, Vorsitzende Bundesverband Trauerbegleitung BVT

10.45 – 12.15 Uhr „Spiritualität als roter Faden im Leben – Jeder wirkt und knüpft sein eigenes Muster“ Prof. Dr. Traugott Roser, Lehrstuhl für Praktische Theologie, Universität Münster

12.15 Uhr Kurze Vorstellung der Workshops

12.30 Uhr Gemeinsamer Mittagsimbiss, im Foyer besteht die Möglichkeit zu Austausch und Information

13.30 – 15.00 Uhr Workshops

15.00 – 15.30 Uhr Musikalischer Abschluss mit kurzer Märchenerzählung und Reisesegen