Studientag für ErzieherInnen: Vom Weinen kriegt man Durst

Kinder auf Tod und Trauer vorbereiten
Mit Kindern über Tod und Sterben reden

Worum es geht:
Kinder und Tod – das passt auf den ersten Blick nicht zusammen.
Weil Kinder am Anfang des Lebens stehen, weil sie springlebendig sind, weil der Tod ernst ist und endgültig. Mit Kindern über das Sterben sprechen? Ist das überhaupt ein Thema für Kinder?
„Vom Weinen kriegt man Durst“– das ist der Titel eines Kinderbuches. Der 6jährige Joris macht eine für ihn ganz wichtige Lebenserfahrung: Sein geliebter Onkel Hugo ist schwer krank und stirbt schließlich. Joris und seine Mutter müssen lernen, damit zu Recht zukommen.
Kinder begegnen in viele Situationen – unterschiedlich dicht – „Sterben und Tod“:
Z. B. in der Natur: ein Baum wird gefällt, Blumen verwelken, Blätter fallen, ein totes Tier liegt auf der Straße, das Haustier stirbt… Oder: Der Großvater, die Großmutter sind alt, krank, gestorben. Auch im Fernsehen begegnen ihnen viele Tote. Abschiede, Verlust und Sterben begegnen Kindern in ihrem Lebensalltag. Zum Auftrag von uns Erwachsenen, in der Familie, in der Kindergartenarbeit und in der Schule gehört es aber, Kinder auf das Leben vorzubereiten,
also auch für die Begegnung mit dem Tod zu befähigen, sie nicht alleine zu lassen mit diesem Thema. Wie können wir sie unterstützen?
„Mama, wie ist das, wenn man tot ist? Muss man denn immer sterben, wenn man krank wird?
Ist sterben wie einschlafen? Wie ist es im Himmel? Wo bleiben die Toten?“
Wie können wir mit Kindern über diese Fragen ins Gespräch kommen. Welche
Antwor ten könnten wir ihnen anbieten? Welche Hoffnungsbilder haben wir für sie? Welche Hilfen gibt es für den Ernstfall in der Kita? Wo bleiben wir mit unserer eigenen Betroffenheit?
Diesen Fragen werden wir unter der Leitung von Christine Stockstrom, Dipl. Supervisorin (DGSv) und Vorsitzende des Bundesverbandes Trauerbegleitung e. V., in Bezug auf die eigene Person als Erzieher/Erzieherin und mit Blick auf die Ressourcen der Kinder nachgehen — und Impulse für die konkrete Arbeit in der Kindertagesstätte erarbeiten.

Wann: Donnerstag, 29. September 2016 von 9 bis 16 Uhr
Wo: Corvinushaus, Ziegelstraße 16, Hann. Münden
Leitung: Christine Stockstrom, Dipl. Supervisorin (DGSv)
Kosten: Keine
Essen: Mitbring-Buffet am Mittag

Die Teilnehmerzahl ist auf 24 begrenzt.
Anmeldungen aus Kindertagesstätten anderer Träger sind willkommen.
Anmeldungen aus dem KiTa-Verband im Kirchenkreis Münden werden
jedoch bevorzugt behandelt:

Verbindliche Anmeldungen bitte bis zum 15. September mit Angabe von Namen, Kontaktdaten und des Arbeitsortes per E-Mail an die Geschäftsstelle des BVT:
info@bv-trauerbegleitung.de

Der Fortbildungstag ist eine Kooperation des
Kindertagesstättenverbandes im Kirchenkreis Münden
und des
Bundesverbandes Trauerbegleitung e.V.

Der Tag wird finanziell ermöglicht durch die
Continental-AG am Standort Münden
und die
Buchhandlung Hella Winnemuth

Kontakt zum Kindertagesstättenverband:
Düstere Straße 19
37073 Göttingen
oder über Pastor Andreas Risse
Tel.: 05541- 953614
Andreas.Risse@evlka.de