Große Basisqualifikation – Qualifizierung in der systemischen Kinder-, Jugendlichen- und Familientrauerbegleitung

Große Basisqualifikation in acht Modulen

Trauernde Kinder und Ihre Familien sind durch Verlusterfahrungen aus ihrem inneren Gleichgewicht gerissen.
Es ist uns daher ein großes Anliegen, Methoden, Rituale und Ziele vorzustellen, die für einen heilsamen Umgang mit der kindlichen Seele sensibilisieren.

Zu Beginn der Qualifizierung in der Kindertrauerbegleitung möchten wir die Teilnehmer einladen, durch die Reflexion der eigenen kindlichen Erfahrungen wieder einzutauchen in die „magische Welt“ des Kind-Seins, ein achtsamer Prozess des Verstehens. “

Starttermin 2016: 04.05. – 08.05.2016

Konzept

  • Wahrnehmen und Fördern
    Unser Konzept richtet sich verstärkt auf das bewusste Wahrnehmen und die Förderung der individuellen Trauerfähigkeit und der Gestaltung heilsamer Beziehungen. Da der Umgang mit Gefühlen „im Leben“ passiert und nicht in der Theorie, liegt der Schwerpunkt unserer Qualifizierung in der Selbst-Erfahrung. Das vorliegende Konzept wird auf der Basis neuester Erkenntnisse und Erfahrungen stetig weiterentwickelt.

„Nur wenn ich selber im Kontakt mit meinen eigenen Gefühlen bin, werde ich in der Lage sein, Gefühle anderer Menschen authentisch wahrzunehmen. Begleiten kann ich Menschen in Lebenskrisen, wenn ich meine eigene Trauer zulassen kann, sie durchleide und einen heilsamen Umgang mit ihr gefunden habe.“

  • Das Innere Kind
    Da sich die Trauer von Kindern und Jugendlichen sehr unterschiedlich zur Erwachsenentrauer ausdrückt, ist es uns ein wesentliches Anliegen, die „Sprache der Kinder und Jugendlichen“ in Hinblick auf ihre Trauerfähigkeit und ihre Verarbeitung zu vermitteln. Über die behutsame, differenzierte und intensive Begegnung mit dem eigenen inneren Kind, finden die Teilnehmer einen reflektierten, liebevoll annehmenden Zugang zur „magischen Welt des Kind-Seins“.

 

Inhalte & Methoden

  • Theoretischer Hintergrund
    Die Qualifizierung in der Kindertrauerbegleitung basiert auf den langjährigen praktischen Erfahrungen und Erkenntnissen von Detlef Bongartz und Susanne Kraft.Theoretischer Hintergrund bilden die Forschungsarbeiten der Kinder-Trauerarbeit von Verena Kast, Hannah Lothrop, Dr. Elisabeth Kübler-Ross und Dr. Jorgos Canacakis. Des weiteren werden neueste Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie, der Tiefenpsychologie, der Integrativen Therapie, dem Systemischen Denken, sowie dem humanistischen Ansatz und verschiedenen Modellen ritueller, symbolischer Handlungen mit Kindern, Jugendlichen und deren Eltern gelehrt.
  • Methodische Grundlagen
    – Meditative Tänze
    – Meditationen und Musik
    – Rituale, Symbole und innere Bilder
    – Arbeit mit Klanginstrumenten und Stimme
    – Körperarbeit, Entspannung
    – Therapeutisches Malen

Umfang

Die Große Qualifizierung umfasst insgesamt 200 Unterrichtseinheiten (UE), sowie eine Hausarbeit (50 UE) und findet berufsbegleitend statt. Die Qualifizierung wird über einen Zeitraum von einem Jahr angeboten und startet mit einem fünftägigen Intensivmodul. Module 2 – 8 sind Wochenendseminare. Einzelne Module können nicht belegt werden.

Die Qualifizierung in der Kindertrauerbegleitung ist anerkannt durch den Bundesverband – Trauerbegleitung e.V. in Deutschland.

Termine der Qualifizierungsmodule

Die einzelnen Qualifizierungsmodule finden im Seminarhaus Pilgerheim
Weltersbach in Leichlingen statt. Kosten für Ü/VP pro Tag betragen ca. 60,00 EUR.

Modul 1
14.09. – 18.09.2016 (Einführungswoche)

  • Grundlagen der Kinder Trauerbegleitung
  • Auseinandersetzung mit den Trauererfahrungen aus der eigenen Kindheit
  • Umgang mit der eigenen Sterblichkeit
  • Das innere Kind und seine „Aus-Wirkung“ im heutigen Leben

Modul 2
11.11. – 13.11.2016

  • Auseinandersetzung mit der Herkunft- und Gegenwartsfamilie (Familienstellen, Skulpturarbeit, Elemente aus dem Psychodrama)
  • Genogramm und Biographiearbeit
  • Systemische Ansätze in der Kindertrauerbegleitung

Modul 3
19.12. – 11.12.2016

  • Methodische Ansätze in der Kindertrauerbegleitung (Praxis und.Theorie) Handpuppenspiel, Körper-Wahrnehmungsübungen, Umgang mit Kinderzeichnungen, Kindertänze, Geschichten und Fantasiereisen
  • Rituale und deren Wirkung in unserer Gesellschaft

Modul 4
27.01. – 29.01.2017
Spezifische Themen in der Kindertrauerbegleitung (Plötzlicher Tod eines Familienmitgliedes, Verlust eines Geschwisterkindes, Suizid in der Familie)

Modul 5
17.03. – 19.03.2017
Literaturstudium (Buchbearbeitung und Präsentation)

Modul 6
10.05. – 14.05.2017
Supervision (Möglichkeit der Vorstellung eigener beruflicher Fallbeispiele)
Kollegiale Beratung (Struktur und Durchführung)

Modul 7
23.06. – 25.06.2017
Kolloquium und Abschlussarbeiten

Hier können Sie die Termine herunterladen.

Zulassungsbedingungen

Mindestalter: 22 Jahre

  • Psychische und physische Belastbarkeit
  • Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen und Gefühlen
Zielgruppe

Die Qualifizierung ist konzipiert für proffessionell tätige Menschen aus den Bereichen:

  • Pädagogik, Therapie
  • Hospiz, Theologie
  • Beratung, Begleitung, Bestattung
  • Medizin, Pflege
  • weitere soziale Berufe, die mit Kindern und Eltern arbeiten

Zertifikat

Die Teilnehmer erhalten nach der Beendigung der Qualifizierung eine Teilnahmebescheinigung.

Nach Abgabe aller erforderlichen schriftlichen und kreativen Ausarbeitungen wird ein Zertifikat ausgehändigt.
Die Qualifizierung ist zertifiziert durch den Bundesverband-Trauerbegleitung.

Zur Erlangung des Zertifikats sind einzureichen:

  • Abschlussarbeit zu einem spezifischen Thema der Kinder-Jugend-Familien-Trauer
  • Nachweis über fünf Einzelsupervisionssitzungen

Kosten

Das Honorar beträgt 2700,00 Euro und ist vier Wochen vor Beginn der Qualifizierung zu überweisen.
Unser Institut erkennt Bildungsschecks / Prämiengutscheine an.
Die Kosten für ÜVP pro Nacht betragen ca. 60,00 Euro und werden vor Ort im Seminarhaus bezahlt.

Hier finden Sie unsere Broschüre.

Leitung

Detlef BongartzDetlef Bongartz

  • Diplom Heilpädagoge
  • Trauerbegleiter für Erwachsene, Kinder, Jugendliche und deren Familien
  • Supervisor DGSv
  • Integrative Kindertherapie FPI
  • Palliativ Care im sozialen Bereich
  • Vortrags- und Seminartätigkeiten
  • Veröffentlichungen in Fachzeitschriften
  • Radio- und Fernsehauftritte
  • Langjährige Tätigkeit als Koordinator einer Hospizbewegung
  • Über 30 Jahre praktische Erfahrung in der therapeutisch-pädagogischen Arbeit mit Kindern und Eltern
Susanne Kraft
Susanne Kraft
  • Trauerbegleiterin für Erwachsene, Kinder, Jugendliche und deren Familien
  • Erzieherin
  • Systemische Familientherapeutin IGST Heidelberg
  • Sozialpädagogische Familienhelferin
  • Seminartätigkeiten
  • Trauerrednerin
  • Delphintherapeutin
  • Verfahrenspflegerin für Kinder und Jugendliche bei Gericht
  • Beratende Tätigkeit bei einem führenden Bestattungsunternehmen
  • Mehr als 10 Jahre Erfahrung in der pädagogischen Arbeit beim Deutschen Kinderschutzbund
    (Schwerpunkt: sexueller Missbrauch)