Fortbildung – Trauer ist Leben – Leben ist (auch) Trauer

Humanistischer Umgang mit Verlusten und Trauerprozessen in Therapie und Beratung. Fortbildung für Psychotherapeut/innen und Berater/innen

Personzentrierter Umgang mit Verlusten und
Trauerprozessen in Therapie und Beratung

Trauer ist eine natürliche menschliche Reaktion, mit der wir auf Verluste aller Art reagieren, seien es Verluste eines geliebten Menschen durch Tod oder Trennung, Verluste von Heimat, Arbeitsplatz, Gesundheit, bestimmten Lebensphasen oder Selbstbildern. Wir alle haben bereits Trauer- und Abschiedsprozesse erlebt. In vielen Fällen können Trauernde aus eigener Kraft bzw. mit Unterstützung ihres Umfeldes oder von niederschwelligen Begleitungsangeboten mit ihrer
Trauer leben und sich oft durch sie weiterentwickeln. Trauer kann aber auch Krisen auslösen, mit denen Menschen unsere Hilfe in Therapie und Beratung suchen, sei der Verlust kürzer oder länger zurückliegend. Außerdem spielen Abschiedsprozesse in unzähligen Beratungs- und Therapieprozessen eine wichtige Rolle, auch wenn der Anlass des Hilfesuchens ein anderer war. In der 3teiligen Fortbildung (3 Kursblöcke á 16 Unterrichtsstunden) werden wir uns zunächst mit unseren eigenen Trauererfahrungen beschäftigen. Ausgehend davon erarbeiten wir ein grundlegendes Verständnis von Trauerprozesse und die Grundzüge hilfreicher Begleitung trauernder Menschen. Die personzentrierte Perspektive ist dabei eine wertvolle Hilfe und ein sinnvoller Ansatz der Begleitung. Weiterhin vermittelt das Seminar Grundkenntnisse zu
den Themen komplizierte Trauer, Kindertrauer und Trauer nach lange zurückliegenden Verlusten, in Therapie und Beratung oft eine wichtige Rolle spielen. Die Arbeit mit praktischen Beispielen trauernder Menschen sowie an speziellen Anliegen der Teilnehmenden rundet die gemeinsame Auseinandersetzung mit dem Thema ab. In der Fortbildung arbeiten wir mit kreativen Methoden, Einzel- und Gruppenübungen, Rollenspielen, Kurzvorträgen und Fallbesprechungen.

Struktur der Fortbildung

1. Kursblock:
Selbsterfahrung
2. Kursblock:
• Gedanken, Gefühle, Verhalten, körperliche Reaktionen
im Trauerprozess
• Geschichte der Theoriebildung zur Trauer
• Grundzüge hilfreicher Begleitung Trauender/ Variablen
von Rogers und humanistischer Perspektive
• Rituale
• Ressourcen
• Trauer in der Familie
• Fallarbeit
3. Kursblock:
• Komplizierte Trauer (Risikofaktoren, Formen)
• Zusammenhang komplizierte Trauer – Bindungstheorie
• Beraterisch/therapeutische Unterstützung bei
komplizierter Trauer
• Beraterisch/therapeutische Unterstützung bei
nicht abgeschlossenen Verlusten nach langer Zeit
• Kindertrauer
• Umgang mit ehemaligen trauernden Kindern,
jetzt Erwachsenen
• Praktische Fallarbeit
• Auswertung, persönliche Perspektive

Zielgruppe
Psychotherapeuten/innen und Berater/innen

Dozentin
Ulrike Backhaus, Dipl. Soz.Päd./Soz. Arb., Gesprächstherapeutin
in eigener Praxis, seit 1987 tätig in der
Begleitung schwerkranker, sterbender und trauernder
Menschen, Ausbilderin für ehrenamtliche Trauerbegleiter
und Hospizmitarbeiter, langjähriges GwG-Mitglied,
Mitglied des Bundesverbandes Trauerbegleitung.

Termine und Umfang
Kursblock 1: 16. – 17.09.2016
Kursblock 2: 25. – 26.11.2016
Kursblock 3: 27. – 28.01.2017

15 Unterrichtsstunden à 45 Min. pro Kursblock

Kursort
Jugendherberge Köln-Riehl
An der Schanz 14
50735 Köln
Teilnahmegebühr
pro Kursblock 250,- Euro
(GwG-Mitglieder: 210,- Euro)
Eine Akkreditierung wird bei der Landespsychotherapeutenkammer
NRW beantragt.

Anmeldung und Informationen
GwG-Akademie
für Personzentrierte Fort- und Weiterbildung
Melatengürtel 125a
50825 Köln
Tel. 0221 925908-50
Fax 0221 925908-19
E-Mail brandt@gwg-ev.org
Internet www.gwg-ev.org

Die GwG
Die Gesellschaft für Personzentrierte Psychotherapie
und Beratung ist bundesweit und auf europäischer
Ebene der größte personzentrierte Fachverband, der
sich gesundheitspolitisch engagiert und auf überregionaler
Ebene auch Kontakte zu anderen Verbänden
pflegt. Die GwG hat eine parlamentarische Struktur,
ist regional gegliedert und bietet Mitgliedern eine
fachliche und persönliche Plattform. In den Regionen
werden regionale Fachtagungen und Fortbildungsveranstaltungen
initiiert sowie der interdisziplinäre
Austausch gefördert.