Fachtag Trauer in Erfurt

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Fachtag „Trauer und Wirksamkeit von Trauerbegleitung“ am 06.05.2017

Fachtag "Trauer und Wirksamkeit von Trauerbegleitung" am 06.05.2017Wie Not-wendend und sinnvoll ist Trauerbegleitung?
Trauer kann zu sehr großen Belastungen führen, vor allem wenn besondere Umstände die Trauer erschweren oder wenn Trauer erstarrt. Praxiserfahrungen zeigen, dass Trauerbegleitung sehr wirkungsvoll sein kann — eine systematische Untersuchung dieser individuell erlebten Wirksamkeit wurde bisher aber nicht erbracht.
Das Projekt »TrauErLeben« hat sich diesem Thema gewidmet und untersucht, in welchen Lebensbereichen, in welchem Maße und auf welche Weise Trauerbegleitung Not mindern kann. Der Vergleich der Einschätzungen von trauernden Menschen und von TrauerbegleiterInnen führt auch zu Klärungen, welchen Nöten besondere Aufmerksamkeit entgegengebracht wird und zu neuen Fragen, weshalb sich die Sichtweisen von BegleiterInnen und Trauernden z.T. sehr unterscheiden.

Indirekte Trauer bei Pflegekräften
Mitarbeitende der stationären Altenpflege werden sowohl durch das Sterben und den Tod von Bewohnern emotional stark berührt als auch mit dem eigenen Trauererleben und dem Umgang damit konfrontiert. Die emotionale Nähe zu den Bewohnern und deren Angehörigen birgt als mögliche Folge der erlebten Trauer die Gefahr einer hohen inneren Belastung, aber auch Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung.
Bei zwei Fragebogenerhebungen ergaben sich bei der beruflichen Begegnung mit Sterben, Tod und Trauer zunächst erhebliche geschlechts- und disziplinspezifische Unterschiede im beruflichen Belastungserleben, die u.a. durch gezielte Maßnahmen belastungsmindernd ausgeglichen werden konnten. Fazit: Maßnahmen wirken, jedoch nicht bei allen gleichermaßen.

Stolpersteine und Trittsteine auf Trauerwegen
Trauerprozesse sind niemals eine Krankheit, aber manche Trauerprozesse werden durch erschwerende Faktoren in die Länge gezogen, abgelenkt oder verzögert. Diese Stolpersteine auf dem Trauerweg können dramatische Todesumstände sein, sie können in anderen Belastungen des Trauernden verborgen sein oder in vorangegangenen Verlusten. Die Abwägung dieser Risikofaktoren und der vorhandenen Ressourcen eines trauernden Menschen gibt Hinweise auf die Art der angemessenen Unterstützung. Das Konzept der erschwerten Trauer und auch der vieldiskutierte Begriff der »anhaltenden Trauerstörung« werden hier praxisnah erläutert und eingeordnet.

Referenten Prof. Dr. Michael Wissert, Alexandra Vogt, Chris Paul
Termin 06.05.2017
Beginn: 09:30 Uhr, Ende: 16:00 Uhr
Ort Augustinerkloster zu Erfurt
Gebühr 90,- € inkl. Tagungsversorgung
Teilnehmer 200
Anmeldung 01.03.2017

Die Tagungsgebühr beträgt 90,00 Euro incl. Tagungsversorgung. Die Anmeldung ist erst mit dem Eingang der Zahlung des Teilnahmebeitrags auf das Konto des Thüringer Hospiz- und Palliativverbandes e.V. mit Angabe von Angabe Ihres Namens und dem Kennwort »Fachtag Trauer« gültig. Eine gesonderte Anmeldebestätigung erhalten Sie nicht!
IBAN: DE61840200870004939107
BIC: HYVEDEMM458
bei HypoVereinsbank Suhl
Verwendungszweck: Name, Fachtag Trauer

Wenn Sie bereits am Freitag, den 05.05.2017 anreisen möchten, können Sie eine Übernachtung im 4 Fußminuten entfernten Hotel Krämerbrücke bis zum 01.03.2017 zum Vorzugspreis von 77,00 Euro (Einzelzimmer) bzw. 97,00 Euro (Doppelzimmer) unter Tel.: 0361/67 400 buchen.